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Берингер
в дневниках Хоровой студии

15 декабря 2011 (четверг)
Das Leben ist schön!
Der 60. Geburtstag des Gouverneurs in Hardheim und ein Solokonzert in Wenkenheim

Wir verließen Nürnberg nicht ohne Verluste. Paschka Iwanow hat den Zimmerschlüssel und Matwej Rozhenkow hat die Jacke mit Zimmerschlüssel, Fotoapparat und den warmen Handschuhen verloren. Laut Hotelregeln soll man für einen verlorenen Schlüssel 20 Euro bezahlen. Wir mussten es bezahlen, da gibt es nichts zu rütteln.. Trotz der Verluste teilte der Hotelbesitzer mit, dass er eine solche disziplinierte Kindergruppe in seinem Leben noch nie gesehen hatte. Ehrlich gesagt fiel es uns nicht leicht. Man sollte es sehen, wie wir zwei Abende nach dem Konzert die Knaben einzeln ins Hotel rein ließen, jedem wurde dabei im voraus Tipps gegeben, wie die knarrenden Holzstufen zu meistern sind. Vor den Kindern stand nur eine Aufgabe - ganz leise in ihren Zimmern zu verschwinden, ohne "schlafende Mäuse" aufzuscheuchen. Aller Wahrscheinlichkeit nach klappte es.

In der Nacht hatten wir die "Schlachten mit Nüssen und Mandarinen" zu neutralisieren. Der Feind schläft nun mal nicht (hält sich wach). Die nach dem Konzert erhaltenen Weihnachtsgeschenke haben die Knaben sofort in Gefechtsmunition und Schusswaffe (Danke dem Verlag "Timoschka"!!!) verwendet. Ansonsten hat der Hotelbesitzer recht, sie sind wirklich die leisesten und diszipliniertesten Kinder.

Schon mittags sind wir in unsere Lieblingskaserne zurückgekehrt. Während unserer Abwesenheit wurden die Zimmer der Kinder von „Wanzén“ (genau so, mit Betonung auf der letzten Silbe) besiedelt. Darüber hat uns Matwej Lobanowskij sofort nach der Ankunft informiert. Alle machten sich auf den Weg, um gegen „Wanzén“ zu kämpfen. Es stellte sich heraus, dass es übliche Glühwürmchen waren, die durch das offene Fenster reingeflogen sind. Die Anregung und Empörung wurden schnell durch Enttäuschung ersetzt.

Nach dem Mittagsessen war eine Ruhestunde. Tatsächlich war diese Stunde „ruhig“ nur bei Julia Wladimirowna und Wadim Alexandrowitsch nicht. Was die Knaben angeht, kann man das auch für durchaus normal halten, zeigten sie die ganze Erfindungskunst, um die geplante Ruhestunde zu nicht zu machen. So versetzte zum Beispiel Oleg Safonow dem „glücklichen“ Oleg Bobrow 127 Kissenschläge. Anton Worobjew sprang 28 Mal vom Bett und nur 24 Mal wieder zurück. Egor Kissilenko ist in einen Traum gefallen, ohne einzuschlafen. Nikita Gussew verbrachte die Ruhestunde zu Gast bei der Familienfreundin Sabina. Und Mischa Silnizkij war bei seiner Freundin Wita. Kurzum ruhte sich jeder aus, wie er konnte.

Auf dem Weg zum Abendkonzert gratulierten wir dem Gouverneur der Stadt Hardheim zum Geburtstag. Unsere Glückwünsche waren für ihn eine echte Überraschung! Er war berührt und sogar verwirrt.

Das Abendkonzert war eine Doppelrevanche für den vorgestrigen misslungenen Auftritt. Als wir uns der Kirche näherten, spürten wir schon, dass es so sein wird. Vor dem Betreten der Bühne sagte Wadim Alexandrowitsch: „Wie schön ist das Leben, wenn das Konzert jeden Tag ist!“ Ein brillanter Auftritt hat seine Worte bestätigt.

Deutsche Version: Übersetzungsbüro «Flarus»